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Praxisbeispiel: Tratsch & Klatsch

vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

Hinweis: KI-generierte Visualisierung. Sie zeigt keine dokumentarischen Fotografie realer Beratungs- oder Projektsituationen.


Ein Raum für Unternehmerinnen, Expertise und neue Perspektiven.


„Tratsch & Klatsch“ ist ein lokales Veranstaltungsformat für Unternehmerinnen in Velen – entstanden aus dem Wunsch, einen Raum für fachlichen Austausch, Sichtbarkeit und echte Begegnung zu schaffen.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Velen und weiteren Unternehmerinnen wurde daraus ein Format von Unternehmerinnen für Unternehmerinnen: persönlich genug für offenen Austausch und gleichzeitig mit einem klaren fachlichen Anspruch.


Format: Expertinnentalk & Netzwerkveranstaltung

Partner: Wirtschaftsförderung Stadt Velen, Hardeweg Raumdesign Velen

Mein Beitrag: Mitentwicklung des Formats · Konzeption · fachliche Ausgestaltung · Vortrag· Moderation und Austausch



DIE IDEE

Sichtbarkeit braucht mehr als Netzwerken.

Der Ausgangspunkt war ein Austausch mit Natalie Jakubik von der Wirtschaftsförderung der Stadt Velen über bestehende Angebote für Unternehmerinnen.

Dabei entstand die Frage, wie ein Format aussehen könnte, das nicht nur Kontakte ermöglicht, sondern Unternehmerinnen auch mit ihrer fachlichen Expertise sichtbar macht.

Gemeinsam mit Heidi Hardeweg entwickelte sich daraus „Tratsch & Klatsch“: ein Raum für Perspektiven, fachliche Impulse und Gespräche auf Augenhöhe.

Nicht als klassisches Business-Frühstück.Nicht als Vortragsveranstaltung mit anschließendem Smalltalk.

Sondern als Format, in dem Wissen, Erfahrung und Austausch miteinander verbunden werden.


MEIN BEITRAG

Vom Format zum fachlichen Impuls.

Neben der Mitentwicklung des Formats habe ich für den Termin im September 2026 einen eigenen Vortrag konzipiert:

„Kommunikation ist nicht das Problem. Zumindest nicht immer.“

Ausgangspunkt war eine Beobachtung, die mir in Organisationen immer wieder begegnet:

Wenn Zusammenarbeit schwierig wird, lautet die erste Erklärung häufig:

„Wir müssen besser kommunizieren.“

Doch Kommunikation kann auch nur die Stelle sein, an der sichtbar wird, dass vorher bereits etwas anderes passiert. Menschen nehmen Situationen unterschiedlich wahr. Sie gewichten Informationen unterschiedlich, verarbeiten sie unterschiedlich und kommen deshalb auch zu unterschiedlichen Einschätzungen.

Genau dort setzte der Vortrag an.


DER ABEND

21 Frauen. Viele Perspektiven. Und einige „Moment mal …“-Momente.

Der Vortrag verband fachlichen Input mit Austausch und kleinen erfahrungsorientierten Elementen.

Wir beschäftigten uns mit Wahrnehmung, Neurodivergenz, Normvorstellungen und der Frage, was passiert, wenn unterschiedliche Denk- und Verarbeitungsweisen auf dieselben organisationalen Bedingungen treffen.

Schon beim Ankommen entstand mit Polaroids und kleinen Fragen eine Wand unterschiedlicher Perspektiven. Im weiteren Verlauf wurde ausprobiert, diskutiert, hinterfragt und gelacht.

Besonders interessant waren die Momente, in denen eine vertraute Erklärung plötzlich nicht mehr ganz so selbstverständlich erschien.


DIE ZENTRALE FRAGE

Was passiert vor dem Kommunikationsproblem?

Der Abend war keine Schulung darin, „richtig zu kommunizieren“.

Er war eine Einladung, einen Schritt früher anzusetzen.

Wenn Menschen aneinander vorbeireden, Entscheidungen unterschiedlich interpretieren oder Zusammenarbeit schwierig wird, lohnt es sich zu fragen:

Nehmen alle überhaupt dieselbe Situation wahr?

Und:

Welche Rolle spielen Erwartungen, Informationsverarbeitung, Arbeitsbedingungen und organisationale Strukturen dabei?

Damit wurde aus einem vermeintlichen Kommunikationsthema eine organisationsbezogene Fragestellung.


WAS DAS PROJEKT ZEIGT

Neurokognitive Organisationsentwicklung lässt sich erfahrbar machen.

Komplexe Themen wie Wahrnehmung, Neurodivergenz und Informationsverarbeitung müssen nicht abstrakt bleiben.

In einem guten Workshop- oder Vortragsformat können Menschen unmittelbar erleben, dass ihre eigene Perspektive nicht automatisch die einzige plausible ist.

Genau dieser Perspektivwechsel schafft die Grundlage dafür, bestehende Erklärungen zu überprüfen und neue Fragen an Führung, Zusammenarbeit und Organisation zu stellen.


Für mich war dieser Abend auch ein wichtiger Entwicklungsschritt.

Es war das erste Mal, dass ich diesen Vortrag in dieser Form gehalten habe – und zugleich eine sehr klare Bestätigung dafür, dass ich diesen Teil meiner Arbeit weiter ausbauen möchte:

Vorträge und Workshops zu Wahrnehmung, Neurodivergenz und neurokognitiver Organisationsentwicklung für Führungskräfte, Teams und Organisationen.



Ein Satz der hängen bleibt

„Kommunikation ist nicht das Problem.“

Eine Teilnehmerin erzählte mir anschließend, dass genau dieser Satz sie so gestört hatte, dass sie zum Vortrag kommen musste.

Das war ziemlich genau die gewünschte Reaktion.

Denn gute Impulse müssen nicht sofort Zustimmung erzeugen.

Manchmal müssen sie erst einmal eine bestehende Erklärung ins Wanken bringen.




ÄHNLICHER IMPULS FÜR IHRE ORGANISATION?

Was passiert bei Ihnen vor dem vermeintlichen Kommunikationsproblem?

Der Vortrag lässt sich als Impuls, Workshop oder Bestandteil einer umfassenderen Organisationsentwicklung einsetzen und an die konkrete Fragestellung eines Unternehmens anpassen.




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