Together to the summit–
- Alison Marburger

- 4. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Sept. 2025
Warum strategische Neuausrichtung am Base Camp beginnt
Wir stehen gemeinsam auf einem Gipfel. Unter uns liegen Monate, vielleicht Jahre, harter Arbeit. Wir blicken zurück: auf Entscheidungen, die uns weitergebracht haben. Auf Gespräche, die Klarheit geschaffen haben. Auf Umwege, die notwendig waren. Und auf Menschen, die gemeinsam gegangen sind – trotz Gegenwind, trotz Unsicherheiten. Ein starkes Bild. Ein lohnendes Ziel. Und doch beginnt jede erfolgreiche strategische Neuausrichtung nicht hier oben – sondern viel weiter unten. Im Base Camp.

Der Berg ruft – aber wie gehen wir los?
Vor Kurzem durfte ich ein Unternehmen auf genau diesem Weg begleiten. Zwei Tage lang. Der Ausgangspunkt: Eine bevorstehende Neuausrichtung – strategisch, strukturell, kulturell. Es ging nicht um die Umsetzung einzelner Maßnahmen, sondern um etwas Tieferes: Ein gemeinsames Verständnis darüber, was dieses Unternehmen künftig ausmachen soll.
Die Herausforderung dabei: Das Team bestand aus Menschen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen – mit verschiedensten Perspektiven, Hintergründen und Zielvorstellungen. Alle wussten, dass Veränderung notwendig ist. Alle waren bereit, sich einzubringen. Aber jeder sprach – wie so oft – eine leicht andere Sprache. Und alle waren überzeugt: „Ich weiß, was gemeint ist.“
Das ist einer der häufigsten Stolpersteine in strategischen Prozessen: Nicht der fehlende Wille zur Veränderung – sondern das unbemerkte Aneinandervorbeireden am Startpunkt.

Warum das Base Camp entscheidend ist
In unserem Workshop „Together to the Summit“ haben wir uns bewusst Zeit genommen. Nicht für Planungsdokumente oder Zielvorgaben – sondern für Klarheit, Orientierung und echte Verständigung. Gemeinsam haben wir gefragt:
Was ist unser Bild vom Gipfel – im Mai 2027?
Wie fühlt sich Erfolg an – wirtschaftlich, kulturell, menschlich?
Welche Ressourcen bringen wir mit – fachlich, strukturell, emotional?
Wo liegen unsere Stärken, wo unsere blinden Flecken?
Was wird uns unterwegs herausfordern? Wer hält das Seil fest, wenn es rutschig wird?
Diese Fragen waren nicht theoretisch. Sie waren persönlich, relevant und notwendig. Wir haben keine Hochglanzvision entwickelt, sondern ein Gipfelbild, das getragen war von den Menschen, die es umsetzen sollen.
Mini-Freebie: 3 Fragen fürs Base Camp
Sie möchten selbst spüren, wie Klarheit entsteht – bevor man losläuft? Dann starten Sie mit meinem kostenlosen Impulsblatt:👉 „3 Fragen fürs Base Camp“ – Reflexionshilfe für Strategieteams
Bonus: Workbook für Entscheider:innen & Teams
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, erhalten Sie nach Ihrer kostenlosen Registrierung im Mitgliederbereich Zugriff auf mein „Base Camp Check-in Workbook“ – eine strukturierte, praxisnahe Begleitung für die strategische Standortbestimmung im Team.

Der Weg nach oben ist nicht das Problem – sondern der Start
Viele Organisationen laufen zu früh los. Sie entwickeln Strategiepläne in PowerPoint, verteilen Verantwortlichkeiten und starten erste Initiativen. Alles gut gemeint – aber oft auf unscharfer Basis. Denn: Wer nicht genau weiß, wo er steht und wohin er will, verliert unterwegs Kraft – oder Orientierung.
Unser Workshop war das Gegenteil davon. Er war langsam, strukturiert und manchmal auch konfrontierend. Aber am Ende stand etwas, das in vielen Change-Prozessen fehlt: ➡️ Ein gemeinsames, tragfähiges Fundament.
Vom Bild zur Verständigung – was wirklich hängen bleibt
Besonders eindrücklich waren für mich zwei Rückmeldungen am Ende des Workshops. Die erste kam von einem Bereichsleiter, der anfangs eher kritisch auf die Metapher der Gipfelbesteigung blickte:
„Ich war skeptisch. ‚Gipfelbild‘ klang mir zu symbolisch. Aber was wir hier gemeinsam entwickelt haben, ist greifbarer als jede Excel-Tabelle.“
Und eine zweite Stimme brachte auf den Punkt, woran viele Veränderungsprozesse still und leise scheitern – ohne dass es jemand merkt:
„Wir haben immer gedacht, wir wären uns einig. Jetzt wissen wir: Wir haben vorher nur nicht genug gefragt.“
Solche Aussagen zeigen: Es geht nicht darum, die „richtige Strategie“ möglichst schnell zu finden. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen offen über ihre Sichtweisen, Erwartungen und Zweifel sprechen können, dürfen und müssen.
Das Gipfelbild ist kein Selbstzweck. Es ist ein Werkzeug, um Klarheit zu schaffen, wo sonst Annahmen regieren.
Denn am Ende entscheidet nicht das Strategiepapier, sondern das gemeinsame Verständnis – darüber, was wir erreichen wollen, und wie wir als Team dorthin kommen.

Und Sie?
Stehen Sie mit Ihrem Team gerade an einem neuen Aufbruchspunkt? Planen Sie eine Neuausrichtung – und spüren, dass mehr Klarheit und Dialog nötig sind? Dann starten Sie nicht mit dem Gipfelplan. Starten Sie im Base Camp. Ich begleite Sie gern.



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